Was ist das Kiefergelenk?

Das Kiefergelenk verbindet den Unterkiefer mit dem Schädel. Es liegt direkt vor dem Ohr — leg die Finger dorthin und öffne den Mund, dann fühlst du es arbeiten. Es gehört zu den beweglichsten Gelenken im Körper: Es dreht und gleitet zugleich, und es ist bei jedem Sprechen, Kauen und Schlucken beteiligt.

Beschwerden an diesem Gelenk fasst die Zahnmedizin unter dem Namen craniomandibuläre Dysfunktion zusammen. Ob die Kopfhaltung dabei eine Rolle spielt, ist offen: Eine Auswertung von 17 Studien fand keinen eindeutigen Zusammenhang zwischen der Haltung von Kopf und Hals und Beschwerden am Kiefergelenk. Ein Mechanismus ist also erklärbar, eine Ursache damit noch nicht bewiesen.

Wenn dein Kiefergelenk knackt, blockiert oder anhaltend schmerzt, gehört das in zahnärztliche Hände. Das ist keine Sache, die man aussitzt.

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Quelle

Eine Studie misst viele Menschen und hält am Ende einen Mittelwert fest. Der beschreibt eine Gruppe – nicht dich, der du gerade nach einer Antwort für dein Leben suchst. Was für tausend Menschen im Schnitt stimmt, muss für den einen am Küchentisch noch nicht stimmen. Darum steht hinter jeder Quelle, wie belastbar sie ist und an wem sie erhoben wurde. Was davon zu dir passt, entscheidest am Ende du – oder die Fachperson, die dich behandelt und deinen Fall kennt.

Rocha et al. (2013): Is there relationship between temporomandibular disorders and head and cervical posture? J Oral Rehabil 40(11):875–81. DOI ansehen★☆☆☆ Übersicht ohne eindeutiges Ergebnis
Reichweite: Systematische Übersicht aus 17 Studien zum Zusammenhang von Kopfhaltung und Kieferbeschwerden. Die Arbeiten widersprechen sich, viele haben methodische Mängel. Weder bestätigt noch widerlegt.

Recherchiert über PubMed. Stand: 4. August 2026.