Was ist eine Aufbissschiene?
Eine Aufbissschiene ist eine dünne Schiene aus Kunststoff, die nachts über die Zähne gesetzt wird. Sie wird beim Zahnarzt nach einem Abdruck angefertigt und sitzt zwischen Ober- und Unterkiefer, sodass die Zahnreihen nicht mehr direkt aufeinander reiben.
Was sie leistet und was nicht, lohnt sich zu trennen. Sie schützt die Zahnsubstanz vor dem Abrieb durch nächtliches Knirschen, und das ist kein kleiner Gewinn — abgeschliffene Zahnkanten wachsen nicht nach. Das Pressen selbst nimmt sie dir nicht ab. Wer nachts die Zähne zusammenbeißt, tut das mit Schiene weiter, nur eben auf den Kunststoff. Eine Auswertung von zwölf Studien fand denn auch keine Veränderung der Kaumuskelaktivität und der Bissstärke durch die Schiene. Sie ist damit ein Schutz, keine Behandlung der Ursache.
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Quelle
Eine Studie misst viele Menschen und hält am Ende einen Mittelwert fest. Der beschreibt eine Gruppe – nicht dich, der du gerade nach einer Antwort für dein Leben suchst. Was für tausend Menschen im Schnitt stimmt, muss für den einen am Küchentisch noch nicht stimmen. Darum steht hinter jeder Quelle, wie belastbar sie ist und an wem sie erhoben wurde. Was davon zu dir passt, entscheidest am Ende du – oder die Fachperson, die dich behandelt und deinen Fall kennt.
Ferreira et al. (2024): Influence of occlusal appliances on the masticatory muscle function in individuals with sleep bruxism: A systematic review and meta-analysis. Eur J Oral Sci 132(2):e12979. DOI ansehen★★★★ Auswertung vieler Studien
Reichweite: Systematische Übersicht und Meta-Analyse aus 12 Studien zu Aufbissschienen bei nächtlichem Knirschen, drei davon mit Zufallszuteilung. Die Muskelaktivität und die Bissstärke änderten sich nicht. Die Autoren stufen die Sicherheit der Belege selbst als sehr niedrig bis niedrig ein.
Recherchiert über PubMed. Stand: 4. August 2026.
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