Was ist der Ruhepuls?
Dein Ruhepuls ist die Zahl der Herzschläge pro Minute, wenn du wach bist und dich nicht bewegst. Am ehrlichsten misst du ihn morgens im Bett, bevor du aufstehst und bevor der erste Gedanke an den Tag dich hochfährt. Bei Erwachsenen liegt er meist zwischen 60 und 80 Schlägen, bei gut trainierten Menschen deutlich darunter.
Eine Zusammenfassung von 46 Untersuchungen mit über einer Million Menschen kam zu dem Ergebnis, dass mit jeweils zehn Schlägen mehr das Sterberisiko um rund neun Prozent steigt. Das klingt dramatisch, meint aber einen Wert über riesige Gruppen hinweg und sagt über dich als einzelnen Menschen wenig. Aufschlussreicher ist die Richtung: Steigt dein Ruhepuls über Wochen an, ohne dass du mehr trainierst oder krank bist, arbeitet dein Körper gerade an etwas.
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Quelle
Eine Studie misst viele Menschen und hält am Ende einen Mittelwert fest. Der beschreibt eine Gruppe – nicht dich, der du gerade nach einer Antwort für dein Leben suchst. Was für tausend Menschen im Schnitt stimmt, muss für den einen am Küchentisch noch nicht stimmen. Darum steht hinter jeder Quelle, wie belastbar sie ist und an wem sie erhoben wurde. Was davon zu dir passt, entscheidest am Ende du – oder die Fachperson, die dich behandelt und deinen Fall kennt.
Zhang, Shen & Qi (2015): Resting heart rate and all-cause and cardiovascular mortality in the general population: a meta-analysis. CMAJ. DOI ansehen
Recherchiert über PubMed. Stand: 31. Juli 2026.
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