Was ist eine Hormontherapie?

Hormontherapie heißt, dass fehlendes Östrogen und oft auch Progesteron von außen zugeführt werden, meist als Pflaster, Gel oder Kapsel. Eingesetzt wird sie vor allem gegen Hitzewallungen, Schlafstörungen und Scheidentrockenheit in den Wechseljahren. Ihr Ruf hat in den vergangenen zwanzig Jahren stark geschwankt, und viele Frauen sind bis heute verunsichert, was sie davon halten sollen.

Eine systematische Auswertung von 86 Untersuchungen kommt zu dem Schluss, dass der Rückgang von Östrogen und Progesteron zu den Schlafstörungen beiträgt und dass eine rechtzeitige Behandlung damit die Schlafqualität verbessert. Ob sie für dich infrage kommt, hängt von deiner Vorgeschichte ab, und diese Abwägung gehört in ein Gespräch mit deiner Ärztin.

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Quelle

Eine Studie misst viele Menschen und hält am Ende einen Mittelwert fest. Der beschreibt eine Gruppe – nicht dich, der du gerade nach einer Antwort für dein Leben suchst. Was für tausend Menschen im Schnitt stimmt, muss für den einen am Küchentisch noch nicht stimmen. Darum steht hinter jeder Quelle, wie belastbar sie ist und an wem sie erhoben wurde. Was davon zu dir passt, entscheidest am Ende du – oder die Fachperson, die dich behandelt und deinen Fall kennt.

Haufe, Baker & Leeners (2022): The role of ovarian hormones in the pathophysiology of perimenopausal sleep disturbances: A systematic review. Sleep Medicine Reviews. DOI ansehen

Recherchiert über PubMed. Stand: 31. Juli 2026.