Was sind Bitterrezeptoren?

Bitterrezeptoren, fachlich TAS2R, sind Eiweiße, die bittere Verbindungen erkennen. Der Mensch besitzt rund fünfundzwanzig verschiedene davon, deutlich mehr als für süß oder salzig. Entwicklungsgeschichtlich war das ein Schutz, denn viele Giftstoffe schmecken bitter.

Bemerkenswert ist, wo sie überall sitzen. Bitterrezeptoren finden sich nicht nur auf der Zunge, sondern auch im Magen, im Darm, in den Atemwegen und an weiteren Stellen im Körper. Das erklärt, warum Bitterstoffe mehr auslösen als nur einen Geschmackseindruck: Wird bitter erkannt, steigt die Ausschüttung von Verdauungssäften, und die Gallenblase zieht sich zusammen. Deshalb wirkt Schmecken hier anders als Schlucken. Eine Kapsel, die den Geschmack umgeht, lässt den ersten Teil dieser Kette aus.

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