Was ist Kieselsäure (Silizium)?

Kieselsäure ist die Form, in der das Element Silizium in Pflanzen vorkommt. Getreide bauen es in ihre Zellwände ein, um dem Halm Festigkeit zu geben. Unter allen Getreiden reichert Hirse Silizium am stärksten an, weshalb Braunhirse mit Schale als Quelle gilt. Silizium ist im menschlichen Körper vor allem im Bindegewebe, in Knochen, Haut, Haaren und Nägeln zu finden.

Was daran wenig bekannt ist: Im Periodensystem steht Germanium direkt unter dem Silizium. Es verhält sich chemisch ähnlich und wird von der Pflanze über dieselben Transportwege aufgenommen. In der Pflanzenforschung dient Germanium sogar als Markierungsstoff, um die Siliziumaufnahme zu verfolgen. Wer siliziumreiche Pflanzen isst, nimmt beides auf, nicht aus Absicht der Pflanze, sondern weil sie die beiden nicht unterscheiden kann. Über Lebensmittel ist das unbedenklich. Konzentrierte Germaniumpräparate dagegen haben der Niere geschadet.

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