Mouth Taping

Mouth Taping bezeichnet das Überkleben des Mundes mit einem speziellen Streifen während des Schlafs. Ziel ist, die Nasenatmung zu erzwingen, weil sie als gesünder gilt als das Atmen durch den Mund.

An der Grundidee ist etwas dran. Die Nase filtert und befeuchtet die Luft, und ausschließliche Mundatmung kann den Rachen austrocknen und Schnarchen begünstigen. Für Menschen, die nachts leicht durch den Mund atmen, gibt es einzelne kleine Studien, die eine Verbesserung des Schnarchens beschreiben.

Die Methode ist jedoch nicht harmlos. Wer unter unerkannten Atemaussetzern im Schlaf leidet, also einer Schlafapnoe, kann durch das Zukleben des Mundes gefährdet werden. Auch eine verstopfte Nase oder Beschwerden im Mundraum sprechen dagegen.

Mouth Taping kann bei leichtem Schnarchen einen Versuch wert sein, sollte aber nie auf gut Glück geschehen. Vor allem bei Verdacht auf Atemaussetzer gehört die Ursache zuerst ärztlich untersucht.

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Quelle

Eine Studie misst viele Menschen und hält am Ende einen Mittelwert fest. Der beschreibt eine Gruppe – nicht dich, der du gerade nach einer Antwort für dein Leben suchst. Was für tausend Menschen im Schnitt stimmt, muss für den einen am Küchentisch noch nicht stimmen. Darum steht hinter jeder Quelle, wie belastbar sie ist und an wem sie erhoben wurde. Was davon zu dir passt, entscheidest am Ende du – oder die Fachperson, die dich behandelt und deinen Fall kennt.

Lee et al. (2022): The Impact of Mouth-Taping in Mouth-Breathers with Mild Obstructive Sleep Apnea: A Preliminary Study. Healthcare (Basel). DOI ansehen★★☆☆ Kleine Vorstudie ohne Kontrollgruppe
Reichweite: Nur 20 Patienten mit leichter Schlafapnoe, eine Woche, ohne Kontrollgruppe.

Recherchiert über PubMed. Stand: 13. Juli 2026.