Was ist Selen?

Selen ist ein Spurenelement, das im aktiven Zentrum mehrerer Enzyme sitzt, allen voran der Glutathionperoxidase. Diese Enzyme schützen Zellen vor oxidativen Schäden. Der Körper braucht Selen nur in winzigen Mengen, kann es aber nicht selbst herstellen.

Bei Selen entscheidet der Boden mehr als die Pflanzenart. Wo im Gestein wenig Selen liegt, enthält auch das Getreide wenig, unabhängig von der Sorte. Finnland hat daraus in den siebziger Jahren eine Konsequenz gezogen und dem Dünger landesweit Selen zugesetzt, woraufhin die Blutwerte der Bevölkerung stiegen. Umgekehrt wächst Kamut-Khorasan hauptsächlich in Montana, Alberta und Saskatchewan auf selenreichen Böden, und Brot daraus enthielt in einer Untersuchung zehnmal so viel Selen wie Brot aus modernem Hartweizen. Ein Teil dieses Unterschieds ist also eine Frage des Anbauorts, nicht nur der Sorte.

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Quelle

Eine Studie misst viele Menschen und hält am Ende einen Mittelwert fest. Der beschreibt eine Gruppe – nicht dich, der du gerade nach einer Antwort für dein Leben suchst. Was für tausend Menschen im Schnitt stimmt, muss für den einen am Küchentisch noch nicht stimmen. Darum steht hinter jeder Quelle, wie belastbar sie ist und an wem sie erhoben wurde. Was davon zu dir passt, entscheidest am Ende du – oder die Fachperson, die dich behandelt und deinen Fall kennt.

Trozzi et al. (2017): Evaluation of antioxidative and diabetes-preventive properties of an ancient grain, KAMUT khorasan wheat, in healthy volunteers. European Journal of Nutrition. DOI ansehen

Recherchiert über PubMed. Stand: 7. August 2026.