Testosteron

Testosteron wird meist als männliches Geschlechtshormon bezeichnet. Tatsächlich kommt es bei allen Menschen vor, allerdings in sehr unterschiedlichen Mengen. Gebildet wird es vor allem in den Hoden, daneben in den Eierstöcken und den Nebennieren.

Während der Pubertät trägt Testosteron bei Jungen zur Entwicklung der männlichen Geschlechtsmerkmale bei. Auch später beeinflusst es die sexuelle Lust, die Bildung von Spermien und roten Blutkörperchen sowie den Erhalt von Muskeln und Knochen. Bei Frauen ist es ebenfalls an der sexuellen Lust und an verschiedenen körperlichen Vorgängen beteiligt.

Der Testosteronspiegel kann mit zunehmendem Alter sinken. Müdigkeit, weniger Lust auf Sex oder ein Verlust an Muskelkraft beweisen jedoch noch keinen Mangel, denn solche Veränderungen können viele Ursachen haben. Auch ein einzelner Messwert genügt nicht für eine Diagnose. Entscheidend sind passende Beschwerden und wiederholt auffällig niedrige Werte.

Rund um Testosteron werden zahlreiche Kapseln, Pulver und sogenannte Booster angeboten. Manche enthalten Vitamine, Mineralstoffe oder Pflanzenextrakte und sollen die körpereigene Bildung anregen. Für eine gezielte und verlässliche Wirkung fehlen bei vielen dieser Präparate überzeugende Belege.

Wer über längere Zeit eine deutlich nachlassende sexuelle Lust, Erektionsprobleme, ungewöhnliche Erschöpfung oder einen Verlust an Muskelkraft bemerkt, sollte die Ursache ärztlich abklären lassen. Liegt tatsächlich ein Mangel vor, richtet sich die Behandlung nach seinem Auslöser und gehört in medizinische Begleitung.

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Quelle

Eine Studie misst viele Menschen und hält am Ende einen Mittelwert fest. Der beschreibt eine Gruppe – nicht dich, der du gerade nach einer Antwort für dein Leben suchst. Was für tausend Menschen im Schnitt stimmt, muss für den einen am Küchentisch noch nicht stimmen. Darum steht hinter jeder Quelle, wie belastbar sie ist und an wem sie erhoben wurde. Was davon zu dir passt, entscheidest am Ende du – oder die Fachperson, die dich behandelt und deinen Fall kennt.

Bhasin et al. (2018): Testosterone Therapy in Men With Hypogonadism: An Endocrine Society Clinical Practice Guideline. Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism. DOI ansehen★★★★ Leitlinie einer Fachgesellschaft
Reichweite: Wertet vorhandene Studien aus, misst selbst nichts.

Recherchiert über PubMed. Stand: 13. Juli 2026.