Was ist Schlafdruck?

Schlafdruck ist das Bedürfnis zu schlafen, das sich mit jeder wachen Stunde aufbaut. Er hat nichts mit der Uhrzeit zu tun, sondern allein damit, wie lange du schon auf den Beinen bist. Verantwortlich dafür ist unter anderem Adenosin, ein Stoff, der sich im Gehirn ansammelt, solange du wach bist, und den dein Körper im Schlaf wieder abbaut.

Zusammen mit deiner inneren Uhr entscheidet der Schlafdruck darüber, wann du müde wirst. Beide arbeiten unabhängig voneinander und ziehen nicht immer in dieselbe Richtung, weshalb du todmüde sein und trotzdem wach liegen kannst, wenn deine innere Uhr gerade noch auf Tag steht. Ein langer Mittagsschlaf lässt den Druck ab, und wer abends nicht einschläft, sollte deshalb zuerst prüfen, ob er tagsüber davon schon etwas verbraucht hat.

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Quelle

Eine Studie misst viele Menschen und hält am Ende einen Mittelwert fest. Der beschreibt eine Gruppe – nicht dich, der du gerade nach einer Antwort für dein Leben suchst. Was für tausend Menschen im Schnitt stimmt, muss für den einen am Küchentisch noch nicht stimmen. Darum steht hinter jeder Quelle, wie belastbar sie ist und an wem sie erhoben wurde. Was davon zu dir passt, entscheidest am Ende du – oder die Fachperson, die dich behandelt und deinen Fall kennt.

Deboer (2018): Sleep homeostasis and the circadian clock. Neurobiology of Sleep and Circadian Rhythms. DOI ansehen

Recherchiert über PubMed. Stand: 31. Juli 2026.