Sleepmaxxing

Sleepmaxxing bezeichnet den Versuch, den eigenen Schlaf mit möglichst vielen Mitteln zu optimieren. In sozialen Netzwerken zeigen Menschen ihre abendlichen Abläufe: verdunkelte Zimmer, Nasenpflaster, Mundpflaster, Magnesiumpräparate, Schlaftracker und feste Zubettgeh-Zeiten. Der Begriff ist neu, das Anliegen dahinter ist alt.

Viele dieser Bausteine beruhen auf vernünftigen Grundlagen. Dunkelheit, eine kühle Temperatur und ein ruhiger Abend helfen dem Körper tatsächlich, zur Ruhe zu kommen. Andere Bestandteile sind eher Ausdruck eines Trends als gesicherte Wissenschaft.

Ein Problem entsteht, wenn aus der Sorge um guten Schlaf zusätzlicher Druck wird. Wer jede Nacht misst, bewertet und optimiert, kann dadurch nervöser werden, statt zu entspannen. Fachleute beschreiben das als Orthosomnie, also den durch ständige Selbstkontrolle verschlechterten Schlaf.

Sleepmaxxing kann nützlich sein, solange es bei den bewährten Grundlagen bleibt und den Schlaf nicht in eine tägliche Prüfung verwandelt. Bei anhaltenden Schlafproblemen ist ärztlicher Rat sinnvoller als das nächste Hilfsmittel.

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Mehr dazu: Besser schlafen

Quelle

Eine Studie misst viele Menschen und hält am Ende einen Mittelwert fest. Der beschreibt eine Gruppe – nicht dich, der du gerade nach einer Antwort für dein Leben suchst. Was für tausend Menschen im Schnitt stimmt, muss für den einen am Küchentisch noch nicht stimmen. Darum steht hinter jeder Quelle, wie belastbar sie ist und an wem sie erhoben wurde. Was davon zu dir passt, entscheidest am Ende du – oder die Fachperson, die dich behandelt und deinen Fall kennt.

Baron et al. (2017): Orthosomnia: Are Some Patients Taking the Quantified Self Too Far? Journal of Clinical Sleep Medicine. DOI ansehen★☆☆☆ Fallbeschreibungen aus der Praxis
Reichweite: Einzelne Patienten einer Schlafambulanz, keine systematische Messung.

Recherchiert über PubMed. Stand: 13. Juli 2026.