Vitamin D

Vitamin D nimmt unter den Vitaminen eine besondere Stellung ein. Der Körper gewinnt den größten Teil nicht aus der Nahrung, sondern bildet ihn in der Haut, sobald genügend Sonnenlicht auf sie trifft. Anschließend wird der Stoff in Leber und Nieren in seine wirksame Form umgewandelt.

Für die Knochen ist Vitamin D unverzichtbar, weil es die Aufnahme von Kalzium unterstützt. Auch Muskeln und Abwehrzellen benötigen es für ihre Arbeit. Über Lebensmittel lässt sich der Bedarf nur begrenzt decken. Nennenswerte Mengen finden sich vor allem in fettreichem Fisch und einigen tierischen Lebensmitteln.

In Deutschland reicht die Sonne während der dunklen Monate gewöhnlich nicht aus, um in der Haut neues Vitamin D zu bilden. Der Körper greift dann auf die Vorräte zurück, die er im Frühjahr und Sommer angelegt hat. Wer nur selten ins Freie kommt, die Haut weitgehend bedeckt oder im höheren Alter weniger Vitamin D bildet, kann schlechter versorgt sein.

Ein Präparat kann bei einem festgestellten Mangel oder einem erhöhten Risiko angebracht sein. Eine hohe Dosis auf eigene Faust ist jedoch keine gute Vorsorge, denn Vitamin D wird im Körper gespeichert. Zu große Mengen können den Kalziumspiegel erhöhen und die Nieren belasten. Ob eine dauerhafte Einnahme nötig ist, sollte deshalb anhand der persönlichen Situation und gegebenenfalls eines Blutwertes entschieden werden.

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Quelle

Eine Studie misst viele Menschen und hält am Ende einen Mittelwert fest. Der beschreibt eine Gruppe – nicht dich, der du gerade nach einer Antwort für dein Leben suchst. Was für tausend Menschen im Schnitt stimmt, muss für den einen am Küchentisch noch nicht stimmen. Darum steht hinter jeder Quelle, wie belastbar sie ist und an wem sie erhoben wurde. Was davon zu dir passt, entscheidest am Ende du – oder die Fachperson, die dich behandelt und deinen Fall kennt.

Giustina et al. (2024): Consensus Statement on Vitamin D Status Assessment and Supplementation: Whys, Whens, and Hows. Endocrine Reviews. DOI ansehen★★★★ Konsenspapier einer Fachgesellschaft
Reichweite: 27 Fachleute werten vorhandene Studien aus, messen selbst nichts.

Recherchiert über PubMed. Stand: 13. Juli 2026.