Leptin
Leptin ist ein Hormon, das vor allem im Fettgewebe gebildet wird. Über das Blut gelangt es zum Gehirn und teilt ihm mit, wie gut die Energiereserven des Körpers gefüllt sind. Es wirkt damit an der Steuerung von Hunger, Energieverbrauch und Körpergewicht mit.
Mit wachsender Fettmasse steigt gewöhnlich auch die Menge an Leptin im Blut. Trotzdem führt ein hoher Wert nicht automatisch dazu, dass ein Mensch weniger Hunger hat. Bei starkem Übergewicht kann die Reaktion des Gehirns auf das Hormon abgeschwächt sein. Dieser Vorgang wird als Leptinresistenz bezeichnet. Wie sie genau entsteht und welche Bedeutung sie im einzelnen Fall hat, ist noch nicht vollständig geklärt.
Auch Schlafmangel kann Appetit und Essverhalten verändern. Leptin spielt dabei möglicherweise eine Rolle, doch die Ergebnisse der Untersuchungen sind nicht in allen Punkten einheitlich. Zu wenig Schlaf macht sich zudem durch Müdigkeit bemerkbar, verändert den Tagesablauf und kann die Lust auf energiereiches Essen erhöhen.
Leptin lässt sich deshalb nicht wie ein gewöhnliches Nahrungsergänzungsmittel einsetzen. Eine Behandlung mit einem leptinähnlichen Arzneimittel ist nur bei seltenen Erkrankungen vorgesehen, bei denen dem Körper das Hormon tatsächlich fehlt. Für das alltägliche Abnehmen eignet sich Leptin nicht. Hunger, Sättigung und Körpergewicht entstehen aus vielen körperlichen und persönlichen Einflüssen.
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Quelle
Eine Studie misst viele Menschen und hält am Ende einen Mittelwert fest. Der beschreibt eine Gruppe – nicht dich, der du gerade nach einer Antwort für dein Leben suchst. Was für tausend Menschen im Schnitt stimmt, muss für den einen am Küchentisch noch nicht stimmen. Darum steht hinter jeder Quelle, wie belastbar sie ist und an wem sie erhoben wurde. Was davon zu dir passt, entscheidest am Ende du – oder die Fachperson, die dich behandelt und deinen Fall kennt.
Obradovic et al. (2021): Leptin and Obesity: Role and Clinical Implication. Frontiers in Endocrinology. DOI ansehen★☆☆☆ Übersicht ohne eigene Messung
Reichweite: Fasst Studien an Menschen und Tieren zusammen, misst selbst nichts.
Recherchiert über PubMed. Stand: 13. Juli 2026.
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