Was sind Pseudogetreide?

Pseudogetreide sind Pflanzen, deren Samen wie Getreide verwendet werden, die botanisch aber keine Gräser sind. Die bekanntesten sind Quinoa und Amarant, dazu Buchweizen. Sie sehen aus wie Körner, werden gekocht wie Körner und gemahlen wie Körner, sind mit Weizen und Hirse aber nicht verwandt.

Daraus folgen zwei praktische Unterschiede. Erstens sind sie von Natur aus glutenfrei, weil Gluten ein Eiweiß der Süßgräser ist. Zweitens ergänzen sie echte Getreide über Kreuz: Pseudogetreide sind reich an Lysin, das den echten Getreiden fehlt, während diese wiederum mehr von den schwefelhaltigen Aminosäuren liefern. Wer beides abwechselnd isst, deckt das Aminosäuremuster besser ab als mit einem von beiden allein. Kein Korn kann alles, und deshalb schlägt Wechsel die Suche nach dem einen besten.

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